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Einführung in die Datenverarbeitung
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
bevor wir zum eigentlichen Thema kommen möchte ich Ihnen eine kurze Einführung
in die Geschichte des PC geben:
Schon die alten Griechen......
Recht gut ist der Sachverhalt aus der nachfolgenden Abbildung zu erkennen
Müssen sich heute Eltern noch fragen :’Wie wird mein Kind intelligenter
? Nein! Die Antwort kann nur lauten: Intel inside! KI ist zum Schlagwort
der künftigen Karriereplanung geworden.
Sollten wir darüber nachdenken, was Dichter, Maler und sonstige
Propheten vergangener Jahrhunderte geschaffen haben? Nein! Wir richten
unseren Blick in die Zukunft, auf die gähnenden Höhen der virtuellen Technologien.
Dort werden wir virtuelles Brot füreine virtuelle Welt finden! Und es
wird kein Hunger mehr sein und kein Leid und kein Geschrei, kein Tod und
kein Schmerz wird mehr sein... denn siehe, das Erste ist vergangen!
Verschwenden wir noch einen Gedanken an gemeinsames Mensch-ärgere-Dich-
nicht -spielen oder gar an die unhygienischen und mit hohen gesundheitliche
Risiken behafteten Verliebtheiten vergangener Zeiten? Nein! Wir
können in Chats die ganze Welt kennen-lernen! Wir können omnipotetnt und
omnipräsent soviele Männer/Frauen gleichzeitig lieben wie wir wollen und
eine hygienisch einwandfreie Glasfläche des Bildschirms und die in Jahrtausenden
geprüften und geläuterten Buchstaben des Alphabets und Elemente des Bildes
hält uns lästigen Schmutz, Bakterien und Krankheitserreger fern. Dabei
können wir nebenbei noch unsere daily-soap sehen, oder die letzten Nachrichten
über Schiessereien, Überschwemmungen und Vulkanausbrüche geniessen! Schöne
neue Welt! So mindestens haben es die Herren Orwell und Huxley
in ihren futurologischen Betrachtungen gesehen !
Besondere Verdienste um diese Entwicklungen haben sich kleine und grosse
Firmen des Sillicon-Valley erworben. Besonders aber IBM, Macintosh
und Bill Gates.
Was sie hier vor sich sehen ist eine sogenannte ‘grafische Oberfläche’:
Texte, Abbildungen und Bedienfelder. Fast vergleichbar einem Buch und
dem dazugehörigen Finger zum Blättern.

Aber während sie früher den Finger feucht halten mussten, können
sie sich gerade dies beim PC ersparen. Und Bücher kosten ja auch Geld.
Aber der PC? Garnichts, wenn sie sich überlegen was ein Flugzeug kostet!
Und das Schönste: Er arbeitet einfach für sie!

Allerdings kosten erlernen und bedienen Zeit, aber seinen wir mal
ehrlich: Eine angenehme Zeit!
Was und wieviel also leistet so ein 32Bit System?Nach Herstellerangaben
alles!
Und wie sieht das alles im Inneren aus? Was denkt sich so ein Elektronengehirn
eigentlich? Lesen Sie hier nach!
Wie unschwer zu erkennen, ist ihr PC ein sprachliches Multitalent! Leicht
bekommt er die babylonische Sprachverwirrung in den Griff und auch
Besenkammerlatein, Pidgin-Einglish und Fachchinesisch
stellt kein unlösbares Problem für ihn dar.

Er bietet Ihnen solch fantastische Einrichtungen wie den virtuellen Papierkorb
mit seinen verschlungenen Löschpfaden:

Sollte trotz allem mal was schieflaufen, führt er Sie durch das finstere
Tal mit Fehlermeldungen.
Wenn alle Stricke reißen:
Füllen sie das beigefügte Meldeformular
aus und senden es an den Hersteller Ihres Computers.
Und neuerdings in Zusammenarbeit mit den einschlägigen Markenartikelvertreibern
und der Werbewirtschaft auch mit bunter, frischer und fröhlicher Werbung
(Exklusiv für Windows NT-User):
Erweist sich der Computer doch gerade hier als Versuch Probleme zu lösen,
die man ohne ihn nicht gehabt hätte? Und bleibt alles wirkungslos,
steht noch immer ein Trick aus aus früheren Tagen offen?
Ist ihr verstorbener Opa in diesem Jahr auch schon dreimal zur Musterung
vorgeladen worden?
Stehen auf Ihrer Telefonrechnungen seit neuestem Gespräche nach Addis-Abeba?
Soll Ihr Hund sich als Schöffe zur Verfügung halten?
Frägt Sie ihr Sohn gelegentlich warum Sie nicht ein bisschen rausgehen
in den Garten und spielen und ihn in Ruhe arbeiten lassen?
Hat Ihnen Ihre Frau dieser Tage mitgeteilt, Sie seien nicht mehr kompatibel
zu Ihren Wünschen hinsichtlich Cyber-Sex?
Haben sie eine ‘Gebrauchsrichtung fuerel Geraete’ vorliegen in der etwa
steht: “Uebrige funktionen sind. tastatur scan, polier von ueber 32 tastenscancoden
und es erhaltet unmittele reihe communicationen mit system einheit und
ausfuehrt hand-schuetteln-protokol....” usw.
Dann hat Sie der Hauch der revolutionären Entwicklung in der EDV-Branche
gestreift!
Aber keine Furcht: Der Computer gibt Ihnen auf alles die Antwort!
(was war eigentlich die Frage?)
Als Ergebnis der rasanten technologischen Entwicklung erreichen uns tagtäglich
Presseberichte wie dieser:
Natürlich können Computer nicht den Menschen ersetzen . Taobe
unser freundlicher Kannibale von nebenan demonstrierte dies kürzlich
wieder einmal.

Werbung ist unter diesen Umständen fast nicht mehr nötig! Unter verstecktem
Hinweis auf den hohen Standard seiner Programme, hat z.B. Mircosoft dennoch
die Werbeinitiative nicht ganz fallen gelasssen. Und jedem Kind ist
der
Slogan ein Begriff:
Where do you want to go today?
Bei soviel Erfolg bleiben die Neider natürlich nicht aus! Tückische Viren
werden hergestellt, um den Absatz zu reduzieren und Arbeitsplätze zu gefährden.
Sie melden sich mit unverfänglich klingenden Anweisung an den Benutzer
wie: I’m hungry! Please insert Hamburger in Drive A: oder : Water detected
in Co-Processor!
Harmlosere Exemplare grüssen sie mit ‘Moin ,Moin’ (Hamburg-Virus) oder
verbeugen sich vor ihnen, bevor Sie Ihre Festplatte formattieren. (Ostasien-Virus).
Gefährliche Viren machen sich an alle jungen Dateien ran (Michael-Jackson-Virus)
oder kopieren ihre Textdateien und stellen diese mit Bewertung ihrer literarischen
Qualitäten ins Internet, wie dies beim Reich-Ranitzki-Virus der
Fall ist. Allerdings haben sich die neuerlich eingesetzten Abwehrmechanismen
(Abrichten von Virenspürhunden und Anlocken von Viren mit halbvollen Marmeladengläsern
sehr positiv ausgewirkt. Die Gefahr scheint fürs erste gebannt!
Da Murphys Gesetz in der ersten digitalen Ableitung auch für
0-1 Systeme wie PCs gilt, lautet die entsprechende Regel:
1 Alles was schiefgehen kann geht schief
2.Murphys Gesetz wird durch Computer optimiert
3.Alles geht auf einmal schief
4. Jedes fertige Programm, das läuft, ist veraltet.
5.Jedes Programm kostet mehr und dauert länger, wenn es nochmals abläuft.
6.Wenn ein Programm nützlich ist, muß es geändert werden.
7.Wenn ein Programm nutzlos ist, muß es dokumentiert werden.
8.Ein Programm wird solange expandieren, bis es den verfügbaren Speicher
füllt.
9.Der Wert eines Programmes steht im umgekehrten Verhältnis zu dem Gewicht
seiner Ausgabe.
10.Die Komplexität eines Programms wächst so lange, bis sie die Fähigkeit
des Programmierers übertrifft, 11.der es weiterführen muß.
Bemerkenswert ist auch die binäre Übersetzung des 3. Abweichungstheorems
von Murphy:
Wenn Null besonders gross ist, ist es beinahe so gross wie ein bisschen
Eins.
Fachleute seien auf die umfangreiche murphologische Grundlagenliteratur
hingewiesen.

Trotz aller Anfeindungen kann der PC heute als gesichertes Kulturgut
gelten, solange die Stromversorgung funktioniert. Bilder wie dieses zeigen
uns endgültig wie weit die Vergangenheit schon entfernt ist!
Sogar als Automobilhersteller
und als Filmhersteller war Microsoft schon
im Gespräch.
Die Verwendung des PC hat sich auch in Managerschulen durchgesetzt.
Überlegen Sie mal wieviel einfacher und hygienischer die Karriere mit
einem PC abläuft! Ein leichtes, angenehm elektrisierendes Kribbeln
auf der Zunge vielleicht ... das wars dann...
Was also ist am PC das Schlimme? Der User! Auch DAU
(Dümmster anzunehmender User) genannt.
Außer den Menschen gibt es noch Programmierer und User. Aber die haben
wir noch nicht gehabt und bekommen Zoologie erst in der nächsten Klasse.
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